Was ist die Norwood-Skala?

Die Norwood-Hamilton-Skala (meist Norwood-Skala genannt) ist das übliche Klassifikationssystem für den androgenetischen Haarausfall beim Mann. In den 1950er Jahren von Dr. James Hamilton entwickelt und 1975 von Dr. O’Tar Norwood überarbeitet, teilt sie den männlichen Haarausfall anhand von Muster und Ausmaß in sieben Stadien ein.

Bei Hairmedico nutzt Dr. Arslan Musbeh die Norwood-Skala als einen Baustein einer umfassenden Beurteilung — neben Spenderdichte, Haarkaliber, Alter und zu erwartendem weiterem Verlust — um Eignung und Technik zu bestimmen.

Die sieben Stadien

Norwood I — kein nennenswerter Verlust

Volle Haarlinie ohne Rückbildung. In der Regel kein Kandidat für eine Haartransplantation. Beobachtung empfohlen.

Norwood II — leichte Rückbildung an den Schläfen

Geringe Rückbildung an den Schläfen. Eine frühe Arbeit an der Haarlinie kann erwogen werden. 800–1.500 Grafts reichen in der Regel aus. In diesem Stadium wird für die präzise Arbeit an der Haarlinie häufig DHI empfohlen.

Norwood III — mittlere Rückbildung

Deutlichere Rückbildung an den Schläfen, die eine klare M- oder V-Form bildet. 1.500–2.500 Grafts. Das häufigste Stadium, in dem Patienten erstmals eine Behandlung suchen. Umfasst auch das Stadium IIIv — Ausdünnung am Wirbel (Oberkopf) bei geringer Rückbildung der Haarlinie.

Norwood IV — deutliche Rückbildung + Wirbel

Ausgeprägte Rückbildung der Haarlinie zusammen mit Ausdünnung am Wirbel. Die Haarbrücke zwischen Stirn und Wirbel wird schmaler. 2.500–3.500 Grafts. Sapphire FUE oder DHI, je nach vorrangigem Bereich.

Norwood V — ausgedehnter Verlust

Die Brücke zwischen Stirn und Wirbel ist schmal geworden oder fehlt. Der Haarausfall betrifft den größten Teil des Oberkopfs. 3.500–5.000 Grafts. Erfordert eine sorgfältige Planung des Spenderbereichs — die Methodik Algorithmic FUE™ ist in diesem Stadium besonders wichtig.

Norwood VI — fortgeschrittener Verlust

Stirn, Oberkopf und Wirbel sind weitgehend kahl. Es bleibt nur ein hufeisenförmiges Band an Seiten und Hinterkopf. 4.500–6.000 Grafts. Der Spendervorrat wird zum begrenzenden Faktor. Dr. Arslan prüft die Tragfähigkeit des Spenderbereichs sorgfältig, bevor er solche Fälle annimmt.

Norwood VII — schwerer Verlust

Nur noch ein schmales Haarband an Seiten und Hinterkopf. Sehr begrenzter Spendervorrat. Eine Transplantation kann eine teilweise Wiederherstellung ermöglichen — das Ausmaß richtet sich danach, was der Spenderbereich sicher hergibt, ohne sichtbar auszudünnen.

Wichtig: Das Norwood-Stadium allein entscheidet nicht über die Eignung. Spenderdichte, Haarkaliber, Alter und der künftige Verlauf sind ebenso entscheidend. Ein Patient mit Norwood V und dichtem Spenderhaar kann besser geeignet sein als einer mit Norwood III und dünnem Spenderbereich. Senden Sie Fotos für die persönliche Beurteilung durch Dr. Arslan.

Ungefährer Bedarf an Grafts je Stadium

Dies sind allgemeine Bereiche — der individuelle Bedarf hängt von Kopfgröße, zu deckender Fläche, Haarkaliber und gewünschter Dichte ab:

  • Norwood II: 800–1.500 Grafts
  • Norwood III: 1.500–2.500 Grafts
  • Norwood IIIv/IV: 2.500–3.500 Grafts
  • Norwood V: 3.500–5.000 Grafts
  • Norwood VI: 4.500–6.000 Grafts
  • Norwood VII: individuell beurteilt — vom Spender begrenzt

Den genauen Bedarf an Grafts bestimmt Dr. Arslan nach Sichtung Ihrer Fotos. Sehen Sie echte Ergebnisse nach Norwood-Stadium und die Paketoptionen für Ihren Graft-Bereich.

Häufige Fragen

In welchem Norwood-Stadium bin ich?
Am verlässlichsten bestimmen Sie Ihr Norwood-Stadium, indem Sie Fotos von vorderer Haarlinie, Wirbel und Seiten an Dr. Arslan senden. Er ordnet Ihr Stadium ein und nennt innerhalb von 24 Stunden eine Graft-Schätzung.
In welchem Norwood-Stadium sollte ich eine Haartransplantation machen lassen?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort — es hängt davon ab, ob Ihr Haarausfall zum Stillstand gekommen ist, von Ihrem Alter und von Ihrer Spenderdichte. Die meisten Patienten lassen den ersten Eingriff bei Norwood III–IV durchführen. Ein früherer Eingriff (Norwood II) kann sinnvoll sein, wenn die Rückbildung stark belastet, erfordert aber sorgfältige Planung, damit das Ergebnis bei fortschreitendem Verlust nicht unnatürlich wirkt.
Können Patienten mit Norwood VI oder VII eine Haartransplantation bekommen?
Ja, aber mit realistischen Erwartungen an die Deckung. Bei Norwood VI–VII ist der Spendervorrat der begrenzende Faktor. Dr. Arslan beurteilt jeden Fall einzeln und nimmt nur Patienten an, bei denen ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichbar ist, ohne den Spenderbereich auszuzehren.