Ist eine Sitzung mit 7.000 Grafts machbar?
Eine einzelne Sitzung mit 7.000 Grafts liegt an der äußersten Grenze des klinisch Machbaren. Ein durchschnittlicher Patient verfügt über insgesamt 5.000–7.000 entnehmbare Spender-Grafts für sein gesamtes Leben. Eine Sitzung mit 7.000 Grafts würde bedeuten, praktisch den gesamten Lebensvorrat in einem Eingriff zu entnehmen — und für spätere Sitzungen nichts übrig zu lassen, während der Haarausfall unweigerlich fortschreitet.

Manche Kliniken bewerben Sitzungen mit über 7.000 Grafts als Verkaufsargument. Das ist fast immer ein Zeichen schlechter Planung — maximiert wird die Sitzungsgröße statt des Ergebnisses über ein ganzes Leben.
Die sichere Entnahmegrenze
Als sichere Entnahme in einer Sitzung gelten bei starker Spenderdichte und großer kahler Fläche in der Regel 3.500–5.000 Grafts. Darüber hinaus steigen zwei Risiken: Die Graft-Überlebensrate kann sinken, weil die Ermüdung des Implantationsteams über eine sehr lange Sitzung zunimmt, und eine Überentnahme in der Spenderzone führt zu sichtbarer Ausdünnung.
Die Alternative: strategische Planung mehrerer Sitzungen
Für Patienten im Stadium Norwood VI–VII mit dem Wunsch nach maximaler Abdeckung plant Hairmedico zwei oder drei Sitzungen: typischerweise 3.000–3.500 Grafts in der ersten Sitzung (Vorrang für Haarlinie und Mittelkopf), gefolgt von 2.500–3.000 Grafts nach 12–18 Monaten (Wirbel und Verdichtung). Gesamtzahl über alle Sitzungen: 5.500–6.500 Grafts — ähnlich viel wie bei einer Mega-Sitzung, aber mit besserer Graft-Überlebensrate, geschonter Spenderzone und natürlicherer Verteilung.

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